Fotoprojekt Nahrung – oder Neues aus der Tonne

Roland hat einen Begriff in die Runde geworfen: 

https://royusch-unterwegs.com/2021/05/01/fotoprojekt-2021-mai-nahrung-alles-was-menschen-essen-und-trinken-um-zu-leben/

Das passt mir doch wieder mal sehr schön – in meiner Tonne wächst wieder etwas: Topinambur 


Vor ein paar Jahren war eine meiner großen, grünen Wassertonnen gerissen (ich hatte vergessen, das Wasser abzulassen und der nächste Frost setzte ihr zu). Ich hatte mir schon überlegt, wie ich das Monsterteil entsorgen könnte, als mir einfiel, dass ich im Supermarkt Topinambur eingekauft hatte – ein leckeres Wurzelgemüse, das hier prima wächst, und wenn man nicht aufpasst, wächst das überall. Perfekt für die Tonne. Also füllte ich die Tonne mit Erde, brach ein paar kleinere Stücke des gekauften Topinambur ab und vergrub sie darin. Und jedes Frühjahr kommen die Pflanzen zuverlässig zum Vorschein:


 


Daneben liegen ein paar Fliesenstückchen, weil die Amseln in der weichen Erde gerne nach Nistmaterial und Würmern wühlen. Die Pflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und bekommen hübsche gelbe Blüten. Aber unter der Erde spielt die Musik – dort bilden sich dicke, essbare Knollen.

 

Das Schöne an diesem Wurzelgemüse ist – ich kann es fast das ganze Jahr über portionsweise ausbuddeln.

Fotochallenge zum Thema „Textur“

Was würde wohl eine Waldstreunerin wie meinereiner am Liebsten zu Rolands Aufruf beitragen … 
https://royusch-unterwegs.com/2021/05/02/projekt-wochentliche-fotochallenge-15/

Grübel … grübel … Irgendetwas ‚Waldiges‘ wahrscheinlich …


 

Weich-flauschiges Moos

Ich liebe diese weichduftige Textur – Moos darf bei mir sehr gerne in Garten, Pflanzenkübeln und Hofecken leben. Wächst es bei einer Regenperiode über den Weg, wird es abgehoben und dort um Gewächse herum verteilt, die es gerne etwas feuchter haben. 

Zucht und Ordnung im Kindergarten

Sie haben es nicht leicht – die Buchenkinder. Nur für einen kurzen Zeitraum fällt Sonnenlicht bis zu ihnen hinab. Sobald die Kronen der großen Buchen belaubt sind, ist wieder Schluss. Die paar Prozent, die den Kleinen zur Verfügung stehen, reichen gerade zum Überleben – keine Chance, den Eltern über den Kopf zu wachsen.


 

Bucheneltern – und ihr Kindergarten

Diese ‚pädagogischen Maßnahmen‘ haben allerdings einen Sinn. Je langsamer das Holz wächst, umso kleiner werden die Holzzellen im Inneren und diese Bäume sind später flexibler und widerstandsfähiger. Ein wenig verwöhnt werden die Baumlinge allerdings doch – über die Wurzeln versorgen die Großen sie mit Zucker und anderen Nährstoffen.

Und dann heißt es warten … und warten … nicht Jahre … nein Jahrzehnte … vielleicht sogar ein Jahrhundert. In dieser Zeit versuchen die Kleinen, wenigstens so viel Sonnenlicht wie möglich einzufangen, breiten ihre Äste waagerecht aus und es bilden sich zarte Schattenblätter.
Irgendwann ist es soweit – der alte Baum wird alt und fällt. Plötzlich kommt Sonnenlicht ganz unten an und das Rennen beginnt. Der Stoffwechsel muss so schnell wie möglich umschalten, denn jetzt braucht es Blätter, die dieses stärkere Licht aushalten können und die Stämmchen recken sich nach oben. Wer jetzt zu langsam ist, muss auf die nächste Runde warten oder gibt auf und versorgt den Boden mit Humus – wie alle Organismen in dieser Welt.

Eine Insel im weiten grünen Meer

Ja – doch – ich bin ziemlich fleißig. Mein Manuskript hat zwei Enden und ich muss mich für eines entscheiden … aber es wird. Ab und zu schau ich in eure Blogs rein – so ganz ohne komme ich dann doch nicht aus (Also einen ganzen Monat ohne, wie der gute Jules van der Ley, das kann ich mir für mich nicht so recht vorstellen). 
Und dann gibt es natürlich noch unseren Garten. Wobei ich mich nicht unbedingt als Gärtnerin bezeichnen würde – eher die Hüterin des wuchernden Grüns und der Hirschzombies.
Doch so manches Grün muss gelegentlich gestutzt werden, damit die Wäschespinne erreichbar bleibt und uns das Grün nicht in den Ohren kitzelt, wenn wir unsere Liegestühle aufstellen. 

Für dieses Grünstutzen brauche ich etwas mehr Zeit als meine Nachbarn; denn es wird nicht einfach so losgemäht – oh nein! Bei mir brauchen sich die Blümelein nicht ängstlich aneinander festhalten – ich mähe fein säuberlich drumherum …


 

Die Insel der glückseligen Gänseblümchen

 

Royusch-Fotochallenge: Schwarz-Weiß

Ein interessantes Thema hat Roland wieder in die Blogwelt geworfen: 

https://royusch-unterwegs.com/2021/04/25/projekt-wochentliche-fotochallenge-14/

Schwarz-Weiß soll es dieses Mal sein; und es gibt viel, was man dazu zeigen und erzählen kann. Von Schwarzweißdenken bis schwarzweißgetupft. Bei mir ist es Weißes Mädchen vor Schwarzem Hund. Das sieht nicht nur so aus, als stünden die beiden dicht beieinander – das war tatsächlich so und ist über 55 Jahre her. Das kleine Mädchen bin ich und der Schwarze Hund war ein Kettenhund, der auf dem Bauernhof meiner Großmutter lebte. Zu allen, die zur Familie gehörten, war er anhänglich und lieb – aber wehe eine fremde Person näherte sich.
Man erzählt sich noch heute, dass meine Eltern mich eines Tages suchten und schließlich in der Hundehütte entdeckten – Hund lag davor. So ganz verstand ich die Aufregung damals nicht – ich fühlte mich wohl.


 


Meine Großeltern waren sehr zufrieden mit ihrem Bewacher. Er erfüllte seine Pflicht und er war schwarz. Vor einem schwarzen Hund haben die Leute noch mehr Angst, erzählte mir mein Opa irgendwann einmal. Schwarz sei die Farbe der Trauer, der Nacht, der Gefahr, der Dunkelheit – und der Teufel, der aus den Tiefen der Erde komme, sei schließlich auch schwarz.

Dass schwarze Tiere gefährlicher seien, scheint noch immer in der Psyche vieler Menschen verankert zu sein. In Tierheimen ist das ein Problem – schwarze Hunde und Katzen lassen sich schwerer vermitteln. 2020 wurde dazu sogar zu einem Fotoprojekt aufgerufen.


Also ich mag „Schwarz“ – möglicherweise eine frühe Prägung.