Saturday Sentences – am Sonntag

Eigentlich wollte ich diesen Text gestern Abend geschrieben haben – aber da sind mir die „Nachtgedanken“ dazwischen gekommen. Ich bin schon ein paar Male über Babsis Saturday Sentences gestolpert und wollte etwas dazu beitragen – jetzt gibts die am Sonntag  😄 

Er klonk, meende hij, een antwoord, maar het scheen van achter hem te komen, op het pad, verder weg in het Woud. Hij keerde zich om en luisterde en weldra was er geen twijfel meer mogelijk: iemand zong een lied; een lage vrolijke stem zong zorgeloos en opgewekt, maar hij zong onzin:

Hei pop! poppedijn, dingedong dillo!
Luijebel, hopsekee, trala, de wilg, o!
Tom Bom, leuke Tom, Tom Bombadillo!

Wahrscheinlich hab ich’s schon erwähnt – ich mag „Der Herr der Ringe“. Und weil man sich gut in eine Fremdsprache reinfinden kann, wenn man ein gern gelesenes Buch in der anderen Sprache liest, besorgte ich mir einfach die passenden Exemplare. Auf spanisch kenne ich es schon – und jetzt ist niederländisch dran.
Es liegt auf meinem Nachttischchen und ist die letzte Lektüre am Tag.

Neulich fragte mich jemand, ob ich’s denn auch in der Originalsprache gelesen hätt …. ☺️ … nee hab ich nicht … aber seit ein paar Tagen steht die englische Version in meinem Regal. Die wird dann meine nächste Gute-Nacht-Lektüre.

Nachtgedanken – vom Guten und Bösen

Kommt schon mal vor, dass ich mitten in der Nacht etwas notieren muss, damit ich wieder einschlafen kann
*** 


Dieses Mal vermischten sich Impressionen aus zwei anderen Blogs (falls ich euch verlinken darf, schreibt’s im Kommentar 😊 )
Welcometothedorf beschäftigt sich mit spanischen Sätzen und Julian Carax freut sich in seinem Beitrag über die Vereidigung des neuen US-Präsidenten.

Und – zwischen zwei Träumen – verdichtete sich die Mischung zu meinem Lieblings-Spanisch-Satz verdichtet:

No hay mal que por bien no venga
Auf deutsch heißt das
ungefähr:
„Es gibt kein Übel, das nicht auch zu etwas Gutem taugt“

Wobei man bei diesem Spruch aufpassen muss – er bedeutet nicht, dass aus jedem Schlechten etwas Gutes wird, er ist auch kein Ausdruck für ein lässiges ‚Wird schon‘.
Aber das Negative kann in sich eine Möglichkeit bergen, die im Nachhinein etwas Positives gebiert.
Und was hat Trump in diesen vier Jahren vor allem getan?
Er zerrte
mit jedem Tweet so fest an der Decke der Zivilisation, dass sie an besonders dünnen Stellen riss – Rassismus und die Spaltung der Gesellschaft wurden bloß gelegt. Dieser Zustand ist nichts Neues, doch wir sehen ihn jetzt nicht nur überdeutlich und nackt – nein – wir bekommen ihn durch die Neuen Medien wie durch ein Vergrößerungsglas präsentiert. Die Krönung des Ganzen war, als Kapitol geentert wurde. Und ich habe den Eindruck, dass so manchem klar geworden ist, was Worte anrichten können.

Der neue Präsident hat nun die undankbare Aufgabe, diese Wunden zu behandeln. Dabei darf er sie nicht einfach nur zudecken. Er muss an die Ursachen ran, und es gibt noch genügend Kräfte, die ihn daran zu hindern suchen.

Und ich denke, auch hier bei uns sollte man genau hinschauen; denn es gibt Kräfte, die ihre Energie daraus ziehen, unsere Gesellschaft zu spalten. Und es gibt nichts Schlimmeres für eine Demokratie, wenn Bürger sich so weit voneinander entfernen, dass sie nicht mehr miteinander kommunizieren können.
Demokratie ist darauf angewiesen, dass man letztendlich eine Lösung findet, mit der jeder leben kann ohne sich allzu sehr eingeschränkt zu fühlen. Mag sein, dass die Lösungen nicht
immer perfekt sind – es genügt, wenn sich eine Gesellschaft allmählich zum Besseren hin entwickelt.

Oder um es mit den Worten der beeindruckenden Amanda Gorman, die bei Joe Bidens Amtseinführung sprach, zu sagen:

For there is always light, if only we’re brave enough to see it, if only we’re brave enough to be it
Frei übersetzt bedeutet das:
„Denn es gibt immer Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen – wenn wir nur mutig genug sind, es selbst zu sein.“

Von Käfern und Kadetten

So ein Lockdown-Spaziergang kann schon was Besonderes sein – man kukkt anders.
Da gehe ich in dieser Mittelstadt seit Jahren immer wieder dieselben Wege, mal auf sportliche Art und Weise, mal mache ich einen Umweg durch den Park, bevor ich zum Supermarkt eile – schließlich muss die Compi-Arbeitsbiene darauf achten, dass sie genug Bewegung bekommt, ich sehe so einiges und nehme es doch nicht wahr.
Jetzt machen wir gelegentlich einen Lockdown-Walk … obwohl wir manchmal das Gefühl haben, dass wir unbedingt ganz ganz weit weg wollen und nicht immer nur dieselben Schnörkel drehen. Wir kennen jeden Baum, jeden Strauch, jedes Gartenhäuschen – und eigentlich auch jenes graue Gebäude, auf dem dieses wunderschöne Graffiti aufgesprüht ist:

Ab und zu sieht man diese putzigen Kultautos noch herumfahren.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich das anfühlte (das war so Anfang 80er Jahre), wenn ich in so einem Auto mitfuhr. Man wusste nicht, wo es anfing und wo es aufhörte und wenn es sich bewegte, glaubte man in einer Kugel zu sitzen.
Die Jüngeren unter euch kennen gewisse Autos möglicherweise nicht; zum Beispiel die Lieblings-Modelle der anderen Jung-Führerscheinbesitzer. Enten und R4 und ein gewisses Modell von Opel: Kadett B, kleiner Motor und großer Kofferraum. Das Besondere war: es hatte Sicherheitsgurte mit Rollautomatik und Scheibenbremsen!!!
Und das da unten war meins  😁 

Wenn ich an die Technik denke – keine Airbags, Nackenstützen waren Luxus … und man stelle sich vor – Anfang der 80er Jahre gab es noch mehr als 10 000 Tote bei Verkehrsunfällen – 2020 waren es 3046.
Das schlimmste Jahr in Deutschland war übrigens 1970 mit mehr als 21 000 Verkehrstoten.

Hurra! Der erste Schneehauben-Pinguin

Endlich kann ich bei den schönen Winterfotos mitspielen. 25cm sind es bei Polarbearfriend innerhalb eines Tages. Immerhin habe ich 2,5mm für eine ganze Nacht zu bieten. 
Und weil’s so viel Spaß macht, eile ich … husch husch … auf die Terrasse und bastele einen Schneemann … äh Schneemännlein. Wer weiß, ob das nicht der letzte für diese Saison ist. Ich muss allerdings superfix sein, weil das Kunstwerklein zu schmelzen droht, kaum dass sich mein Handy auf die Figur fokussiert.

Hurra!

Ein Schneehauben-Pinguin

Also das mit dem Schnee finden nicht alle unsere Hausbewohner gut.
Vor allem wenn er so pappig daher kommt.