Vom Wandel




Vom griechischen Philosoph Heraklit (520 – 460 v. Chr. ) stammt die berühmte Formel „panta rhei“. Er gehört zu den Vorsokratikern, auch Naturphilosophen genannt, und setzt sich mit den die Welt verändernden Prinzipien auseinander.
Nach seiner Vorstellung befinden sich alle Vorgänge in einem beständigen Prozess des Werdens und Wandelns und vordergründige Gegensätze werden zu einer übergeordneten Einheit zusammengefasst.

Auch die Menschheit ist einem ständigen Wandel unterworfen – mal sacht und manchmal schmerzhaft. Ich würde es als Fortschritt empfinden, wenn Schubladendenken endlich überwunden werden könnte. Brauchen die Menschen solche Ordnungssysteme wirklich, um sich selbst zu vergewissern? 



Nachträglich angefügt:

Und war früher wirklich alles besser

9 Gedanken zu “Mittwochsphoto – panta rhei

  1. Ich glaube, dass Schubladendenken bis weit in die Steinzeit zurück reicht. Wir hatten das, als wir noch Felle trugen und als Nomaden auf Wanderschaft waren, sehr nötig, um uns sicher zu fühlen. Mittlerweile ist es allerdings nur mehr ein trauriges Relikt aus jenen sehr fernen Tagen. Als „Zivilgesellschaft“ sollten wir uns eigentlich allmählich davon befreien können. 😉

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  2. Ja es gab Zeiten, da hat es den Menschen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.
    Aber die sind – vor allem hier in den Industrieländern vorbei – zumindest sollte es so sein.
    Interessant finde ich dabei, dass vor allem rückwärtsgewandte Menschen nach dieser trügerischen Sicherheit zu rufen scheinen. Als würde es irgendwelche Probleme lösen, wenn die Nationen sich wieder einzeln einigeln.

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  3. Ich denk, das geht durch alle Schichten. Die obere Schicht kleidet es rhetorisch schöner ein – und bei den unteren geht es schon mal um die Existenz.
    Dazwischen gibt es jede Menge Abstufungen.
    Unser Grundstück endet direkt gegenüber vom Arbeitsamt. Ab und zu muss ich dort Streicharbeiten durchführen – da hab ich mein Ohr direkt beim Volke, das ist interessant.

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  4. Da geht die alte Schublade den Bach runter… Musste zwei Mal hinschauen. 😉 Ich lese gerade das sehr ermutigende Buch „Factfullness“ von Hans Rosling (die deutsche Ausgabe hat den englischen Titel behalten). Hier wird erklärt, dass wir die Welt, auch in den aufgeklärten Industrienationen, immer auf eine bestimmte Weise betrachten. Schubladendenken ist aus der Steinzeit, aber nix Schlimmes. Nur wenn sie dazu führt, dass wir uns sträuben, bestimmte Fakten wahrzunehmen, wird’s ein Problem.

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  5. Das klingt sehr interessant – werd ich mir merken.
    Das sehe ich auch so, und ich denke, dass es wichtig ist, sich das einzugestehen – es ist menschlich und ich habe einen Verstand mit auf die Reise bekommen, den ich dazu einschalten kann.
    Dazu wurden ja mal Versuche gemacht – wie anfällig sind Menschen auf Vorurteile. Und siehe da – selbst jene, die von sich glauben, sie wären absolut frei davon, die hatten welche 😁
    Ein spannendes Terrain.

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