Ein interessantes Thema hat Roland wieder in die Blogwelt geworfen: 

https://royusch-unterwegs.com/2021/04/25/projekt-wochentliche-fotochallenge-14/

Schwarz-Weiß soll es dieses Mal sein; und es gibt viel, was man dazu zeigen und erzählen kann. Von Schwarzweißdenken bis schwarzweißgetupft. Bei mir ist es Weißes Mädchen vor Schwarzem Hund. Das sieht nicht nur so aus, als stünden die beiden dicht beieinander – das war tatsächlich so und ist über 55 Jahre her. Das kleine Mädchen bin ich und der Schwarze Hund war ein Kettenhund, der auf dem Bauernhof meiner Großmutter lebte. Zu allen, die zur Familie gehörten, war er anhänglich und lieb – aber wehe eine fremde Person näherte sich.
Man erzählt sich noch heute, dass meine Eltern mich eines Tages suchten und schließlich in der Hundehütte entdeckten – Hund lag davor. So ganz verstand ich die Aufregung damals nicht – ich fühlte mich wohl.


 


Meine Großeltern waren sehr zufrieden mit ihrem Bewacher. Er erfüllte seine Pflicht und er war schwarz. Vor einem schwarzen Hund haben die Leute noch mehr Angst, erzählte mir mein Opa irgendwann einmal. Schwarz sei die Farbe der Trauer, der Nacht, der Gefahr, der Dunkelheit – und der Teufel, der aus den Tiefen der Erde komme, sei schließlich auch schwarz.

Dass schwarze Tiere gefährlicher seien, scheint noch immer in der Psyche vieler Menschen verankert zu sein. In Tierheimen ist das ein Problem – schwarze Hunde und Katzen lassen sich schwerer vermitteln. 2020 wurde dazu sogar zu einem Fotoprojekt aufgerufen.


Also ich mag „Schwarz“ – möglicherweise eine frühe Prägung.

26 Gedanken zu “Royusch-Fotochallenge: Schwarz-Weiß

  1. ist schon viele Jahre her als ich Urlaub auf dem Bauernhof gebucht hatte in Österreich , genauer gesagt am Mondsee ! Die Kinder war noch klein und ganz verrückt nach einem Bauernhof.
    Der Bauer hatte auch einen Kettenhund ( Schäferhundmischling) und ich frage ihn ob ich mal Gassi gehen darf ! Er bejahte meine Frage !
    Der Hund tat mir leid, den ganzen Tag angekettet vor seiner Hütte. Das ganze Hundeleben ging an ihm vorbei ! Kein Spielzeug, keine Leckeri ect.
    Also ich nahm in mit und musste die Erfahrung machen, dass er mit mir und nicht ich mit ihm Gassi ging ! Er hatte keinerlei Erziehung genossen, zog an der Leine wie ein Irrer ! Es hat keinen Spaß gemacht und war nur Stress ! Ihn ohne Leine zu laufen getraute ich mich nicht ! Er kannte mich ja auch nicht ! Trotz allem hatte ich das Gefühl er freute sich mal was anderes zu sehen als seine schwarze Hundehütte. Er genoß die Wiesen und Blumen , vermutlich war das alles neu für ihn ! Als ich am nächsten Tag in die Nähe seiner Hütte ging, knurrte er mich böse an und stellte die Nackenhaare. Von da an hatte ich genug aber trotzdem tat er mir leid der arme Hund !

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    1. Ja – so ein Kettenhund hat es manchmal nicht leicht. Mein Opa war einmal am Tag mit ihm in den Feldern unterwegs, damit er Auslauf hatte. Man hätte ihn aber auch nicht einfach so rumlaufen lassen können – weil im Hof gearbeitet wurde und immer wieder Fahrzeuge unterwegs waren.
      Liebe Grüße
      Sabine

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      1. ja die Kettenhunde haben in der Regel kein schönes Leben. Das gleiche gilt auch für Zwingerhunde.
        Sie müssen ganz einfach ihren Zweck erfüllen wofür man sie angeschafft hat !
        Sicherlich gibt es da auch solche und solche Hunde aber alle werden vom Menschen beeinflusst ob nun negativ oder positiv.
        LG Manni

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  2. Vielen Dank Sabine, dass auch du wieder mit diesem SW-Bild aus deiner Kindheit wieder bei meiner Challenge dabei bist 😊
    Meine Großeltern hatten damals einen Bernadiner, der jeden ins Haus ließ, aber keiner durfte es verlassen, bis meine Großeltern das ok gaben. Wenn es zum Einkaufen ins Dorf ging und ich (damals 3-4 Jahre) zu münde war zum Laufen, dann durfte ich ein Stück auf ihm reiten 😊
    Liebe Grüße und habe noch eine schöne Woche
    Roland

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  3. Eine schöne Geschichte. Der Hund hat dich beschützt. Man hört häufig, dass Hunde einen besonderen Schutzinstinkt kleinen Kindern gegenüber entwickeln, die in eigenem Haushalt leben. Mein Freund hat erzählt, dass der Hund seiner Großeltern niemanden an ihn ranlassen wollte, als dieser noch klein war. Ein tolles Foto. Und dass du dich da noch so gut dran erinnern kannst 🙂

    Liebe Grüße
    Kasia

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  4. Ein sehr schönes Foto und interessante Erzählung dazu!
    Früher hatte ich nur von großen Hunden Angst, wobei mir die Farbe egal war. Was sich aber längst erledigt hat, seit unsere Tochter einen sehr großen Mischlingshund, halb Schäferhund und halb eine große Kampfhundart hatte, der sowas von lieb und herzensgut war, inzwischen leider längst über die Regenbogen Brücke ging.
    Liebe Grüße von Hanne und komm gut in die Woche 🌞🍀

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  5. Das Foto ist sehr anrührend, es sieht so aus, als würde der große schwarze Hund dich anlächeln. 🙂
    Ich mag schwarze Tiere auch, Rappen z. B. Ich finde, die sehen stets rassiger aus als andersfarbige. Und schwarze Katzen haben für mich etwas Magisches, vor allem, wenn sie große, grüne Augen haben. 😉
    Liebe Grüße!

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    1. An diese Szene kann ich mich nicht mehr erinnern – ich kenne nur die Erzählungen und das Foto; aber der Hund lebte noch, bis ich so ungefähr 10 Jahre alt war. Er war ein toller Hund und ich war richtig traurig, als er nicht mehr da war.
      Liebe Grüße 🌈
      Sabine

      Gefällt 1 Person

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