Ich will ja seit zwei Jahren von einer Graphic-Novel-Serie erzählen, die ich schon zweimal durchschmökerte … oder war’s dreimal? Aber ich hab’s immer wieder verschoben. Mir erschienen die Umstände nicht passend …



Besteht aus 60 Folgen, die hier in 10 Sammelbänden zusammengefasst sind (panini comics)


Y – THE LAST MAN
Genial ausgeführt vom Autor Brian K. Vaughan und der Zeichnerin Pia Guerra, die unter anderem für Marvel arbeiten.

Thema dieser Comic-Serie sind die Folgen einer mysteriösen Seuche, bei der innerhalb kürzester Zeit alle männlichen Säugetiere ausgestorben sind.
Nun ja – fast alle. Auf der ISS gibt es noch zwei Astronauten und auf der Erde haben Yorick Brown und sein Kapuzineräffchen Ampersand überlebt (Und noch einer – nee, ich schreib’s nicht – Spoileralarm!). Dieser etwas tollpatschige, junge Hobby-Magier wird zu einer Genetikerin gebracht, die dem Grund für seine Immunität nachgehen soll.

Die Seuche selbst ist der Rote Faden, um den sich die Handlungsstränge winden. Interessant sind vor allem die Folgen der verschwundenen Männer und die Handlungen und Motivationen der übrig gebliebenen Frauen.
Ganz praktische Fragen stellen sich da – was passiert, wenn vor allem in den männerdominierten Berufen plötzlich zu wenig arbeiten? Dabei geht es nicht nur um technische Probleme, sondern auch um politische Organisationen; und es bleibt die nicht unwichtige Sache: Wie könnte die Menschheit sich trotzdem fortpflanzen?
Über allem schwebt die philosophische Frage – wäre die Welt eine Bessere, wäre sie nur von Frauen bevölkert? Ich denke, ich verrate nicht zuviel, wenn ich schreibe, dass Frauen auch nicht friedlicher sind.
Also wird versucht, Yorick und sein Äffchen unerkannt an sein Ziel zu bringen. Dabei werden sie von verschiedenen Individuen und Gruppen verfolgt – Liebeshungrige und Machthungrige, die mit allen Mitteln kämpfen. Sie müssen sich gegen Psychosekten, Amazonen, Terroristinnen und irre Wissenschaftlerinnen wehren – es ist spannend.

Die Geschichten sind mit so viel Phantasie und feinen Zeichnungen realisiert – das Lesen und Betrachten macht nicht nur viel Spaß – nein, es regt auch zum Nachdenken an über Stereotype und Vorurteile, vielleicht sogar über Krieg und Frieden.




Ja, ich liebe Graphic Novels – hier schrieb ich über André Franquins „Schwarze Gedanken“; eine Ansammlung von bösen und makabren Geschichten, die ich dem Schöpfer der Gaston-Comics nie zugetraut hätte:


Ein Gedanke zu “Von Viren und Geschichten

Du magst mitplaudern? Nur zu - ich freue mich über jeden neuen Knoten in meinem Spinnradl ***

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s