Wurzelsucher für den Urlaubsreader

Urlaub ist ja Lesezeit, und viele Leute packen sich gerne was auf ihren Reader – jede Menge Auswahl auf kleinem Platz.


Und weil die Werke unbekannter Selfpublisher sich nicht einfach so verbreiten wie die Schirmchen vom Löwenzahn …


… veranstalte ich hier eine Urlaubsaktion.


Für die nächsten zwei Wochen (20. Mai bis 03. Juni) ist mein Buchdie Wurzelsucher*hier* mehr zum Inhalt auf allen gängigen Plattformen für 0,0 € runterladbar.


Ich hab die wichtigsten Plattformen durchgeschaut … es hat bis jetzt bei fast allen funktioniert – nur amazon ist etwas spät; aber vielleicht wird das ja noch.

Mein knapper, naturwissenschaftlicher Stil …

Dieser Satz hatte in der Oberstufe nicht nur einmal den Rand meiner Deutsch-Klausuren verziert:
„Du hast einen knappen, naturwissenschaftlichen Stil“
Also wandte ich mich Richtung Naturwissenschaft und Technik – ist ja auch alles sehr interessant.
Aber im Grunde meines Herzens hing ich an allem, was mit Büchern und Sprache zu tun hatte – und das seit ich diese gut riechenden Dinger mit den vielen Blättern selbst in die Hand nehmen konnte.
Dann kam die Schulzeit – das versprach eine spannende Sache zu werden. Ich würde lesen und schreiben lernen und vieles mehr … wäre da nicht das Umfeld: Mindestens 40 Mitschüler und eine der Hölle namens „Schwarze Erziehung“ entstiegene Lehrerin. Zum Glück ‚wurde‘ sie nach zwei Jahren gegangen und die Nachfolgerin machte so manches wieder gut.


Babyboomer der 60er

Allerdings hatte sich in dieser Zeit eine gewisse Grundhaltung eingestellt – ich tat das, was empfindliche Geister so tun: Sich unauffällig verhalten, mit einem Teil der Sinne die Lage beobachten, während der andere die Phantasie auf Wanderschaft schickte.
Auf dem Gymnasium war es schon besser; allerdings war das mit der Phantasie so eine Sache … ich lag bei Deutscharbeiten immer wieder daneben … Thema verfehlt.
Also lernte ich, mich noch besser anzupassen. Ich schrieb das, was die Lehrer lesen wollten und keinen Buchstaben mehr.
Das war erstaunlich – während meine Mitschülerinnen zehn, fünfzehn Seiten vollschrieben, war ich nach zwei … drei schon fertig. Es stand alles drin – warum also unnötig schwafeln.
Es folgte ein Super-Schwenk: von einer reinen Mädchenschule zu einer FH mit einem damaligen Frauenanteil von ca. 2%

Und das Schreiben? Das kam viele Jahre später wieder zurück – beim Lernen einer neuen Sprache und dem Übersetzen literarischer Texte. Da war es wieder! Das Spiel mit den Wörtern, das Fließen lassen der Phantasie.

Der Hemmschuh „Perfektionismus“ ist zwar noch immer da und droht den kreativen Prozess auszubremsen – aber auch das wird besser.
Allerdings ist dieser nach dem kreativen Prozess einsetzende Teil genauso wichtig – mein Samurai, der mit dem Schwert alles Unnötige entfernt.

In diesem Sinne
***
weiter im Text


Und das Flötenburschi passt auf:

Goldgelb – der Jahrtausendbaum im November

Jetzt ist es wieder soweit – in den Gärten und Parks färben sich die Blätter goldgelb. Ich schreibe vom Ginkgo Biloba, der auf das Jahr 2000 zum Jahrtausendbaum gewählt wurde. Er soll ein Mahnmal für Umweltschutz und Frieden sein.
Das Besondere an ihm – er gehört zu den ältesten Gewächsen unserer Erde. Abdrücke seiner Blätter finden sich bereits im Zeitalter des Jura, 150 – 190 Mio. Jahre. Sogar das Massensterben am Ende der Kreidezeit überlebte er. Er gehört weder zu den Laub- noch zu den Nadelbäumen sondern ist seine eigene Gruppe.

Seit etwa 1000 Jahren wird er in Ostasien als Tempelbaum verbreitet, und er gelangte ungefähr 1730 mit niederländischen Seefahrern nach Europa. Die ersten wurden im botanischen Garten der Universität Utrecht aufgezogen.

Er gilt in seinen jungen Jahren noch als etwas frostempfindlich, und Hirsche, Kaninchen, Mäuse und Schnecken können ihm etwas anhaben; aber wenn er groß genug ist, gehört er zu den robustesten Arten.
Wer noch mehr wissen will – Wikipedia weiß (fast) alles.


Auch in unserem Garten steht ein knapp acht Meter hohes Exemplar. Ich hatte es vor 21 Jahren als Geschenk in einem Töpfchen bekommen, ein Stämmchen mit zwei, drei Blättern dran. Nach einem Winter auf der Terrasse pflanzte ich es aus.
Und siehe da – es trotzte Trockenheit und Frost und erfreut uns wie noch vieles andere im November mit herrlich strahlenden Blättern.



Chinesen und Japaner verehren den Ginkgo als kraftspendend und erbeten unter ihm die Erfüllung ihrer Wünsche. Ich denke, es wäre eine gute Idee, wenn meine Protagonistin neben der Stelle, wo sie ihre Rivalin vergraben hat, einen Ginkgo pflanzt …


… und weiter im Manuskript …

Frühling lässt das Wasser brodeln

So allmählich ist das Ende in Sicht – die Rohfassung ist fast fertig.


 

Da sind noch diese Zettel über meinem Schreibtisch.
(neben dem Engel der Inspiration ^^).
Dort schauen mir ein paar Einwände entgegen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich ändern … einfügen … soll …


Und weil ich die Arbeit in meinem Blog und euch immer wieder vermisse, zeig ich euch was aus unserem ‚Brodelteich‘. Die Aufnahmen sind nicht perfekt, aber ich denke ihr könnt gut sehen, was da ab geht: hunderte von Kaulquappen wuseln am Teichrand und die ersten Teichmolche sind wach geworden und beginnen mit der Balz.


 

Dieses Molchmädchen entdeckte ich in der Abenddämmerung und versuchte eine Aufnahme mit Blitzlicht – ist doch gar nicht übel geworden.


 

Und über diesen Herrn habe ich mich sehr gefreut. Möglicherweise wurde seine Art über einen Wasservogel eingebracht: Die Punkte an der Seite, um die Augen und am Rückenkamm weisen auf einen Bergmolch hin.

In diesem Sinn wünsch ich euch schöne Feiertage – macht das Beste daraus!